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Deine Angst und der Alkohol

Veröffentlicht am 15. November 2021 um 10:00

Die Angst - Was sie auslöst, wann sie zum Alkohol wird und was hilft, wenn ES dir mal so richtig im Weg steht

"Ich bin gestern rückfällig geworden. Ich habe es nicht ausgehalten, diesen Zustand von totaler Leere, der in mir ist und einfach nicht verschwindet. Ich konnte mich nicht ertragen, diese Angst nicht sehen und dieses Gefühl nicht ertragen. Ich habe den Wein geholt, genommen und angesetzt. Es brauchte ein paar Minuten und es wurde in mir besser. Ich merkte meinen Atem, das Gefühl - ich lebe, ich bin noch da, es gibt mich - es war wieder da. -PAUSE- 

Ich brauche ihn so sehr - wie soll das ohne gehen? ich bin nur mit Alkohol Ich-selbst. "

 

Ich könnte hier in diesem Beitrag nun auf die schädigende Wirkung von Alkohol eingehen und darüber berichten was Alkohol alles anrichten kann. Ja das könnte ich, bloß wäre dir und mir damit nicht im geringsten geholfen - eher im Gegenteil, du würdest nicht weiter lesen und ich könnte mir meine Worte schenken.

Nun aber, ist das nicht so. Alkohol - ja das wissen wir was es alles schlechtes macht. Es macht aber, wenn wir nochmal auf die ersten Zeilen meines Beitrages schauen, etwas positives, gutes und sinnvolles in ihr aus. Schauen wir uns das mal genauer an. Die Betroffene beschreibt einen für sie nicht aushaltbaren Zustand innerer Leere, Hoffnungslosigkeit und das Gefühl gesteuert zu werden, dahingehend sich den Wein zu besorgen - anzusetzen - und zu trinken. 

UND DANN

Es geht ihr schlagartig besser, sie spürt sich und ihren Atem kann sie ebenfalls wieder wahrnehmen.

Was passiert in ihrem Körper? Sie hat eine für sie erstmal wichtige Strategie gefunden, die ihr hilft ihr Inneres auszugleichen oder zu besiegen. Hypothetisch gesehen würde ich sogar soweit gehen zu sagen, sie hat es nicht darauf angelegt zum Alkohol zu greifen, sondern es hätte auch alles andere sein können, NUR aus Erfahrung weiß sie, das diese Strategie ihr am effektivsten erscheint, und schnell wirkt. Über etwaige Folgen hat sie sich keinen Kopf gemacht. Alles was zählt, ist der jetzige nicht auszuhaltende Zustand, den sie mit aller Kraft verhindern möchte.

 

Gibt es etwas, das du der Betroffenen an dieser Stelle gerne sagen möchtest? 

 

Wann wird die Angst, die in der Betroffenen beschrieben wird, zum Problem? Dies ist eine potenziell intensive Auseinandersetzung mit ihrer Psyche, denn die Angst in ihr beherrscht ihre Glaubenssätze und Überzeugungen so sehr, dass Sie nicht aktiv dagegen steuern kann und sich der Angst hingibt und dem folgt, das sich in ihr bildet - der Alkohol scheint Schutz und Sicherheit zu geben, den sie sich somit gönnt und der inneren Unruhe oder Leere wieder Leben und Gefühl schenkt.

Zum Problem wird es, wenn der Alkohol nicht identifiziert wird und die Abhängigkeit zur Sucht wird. Ein Ausstieg ist oftmals nur noch mit Entzug und Therapie möglich. 

 

Beratung und Coaching kann helfen, den Alkohol zu identifizieren und aus dieser Identifikation eine neue Strategie zu entwickeln, die zur eigenen Genesung beitragen wird. Sich der Angst zu stellen, den Alkohol zu identifizieren und neu auszulegen, ist das was den Menschen zur absoluten Herausforderung rausfordert (Doppelt gemoppelt - aber an dieser Stelle sinnvoll).

Der oder die Betroffene setzt bereits dann etwas in Bewegung, wenn er oder sie darüber nachdenkt, dass sie selbst etwas ändern möchte. Bereits hier wandeln die Betroffenen ihre Überzeugungen um, indem sie sie in Frage stellen. Veränderungen, auch wenn sie noch so klein sind, helfen DIR dich selbst zu erkennen und daran zu feilen, dein Problem Alkohol in den Griff zu bekommen und so zu verändern, dass du mit einer für dich guten Strategie deine Angst verringern kannst. 

Das Abschlusswort zu diesem Beitrag kommt heute von Alexa Feser - Sängerin - die in ihrem Lied von MUT spricht, den auch du haben kannst.

 

Vielen Dank fürs Lesen. Wenn du einen Gedanken dazu hast, lass´ihn mir gerne in den Kommentaren da.

Verfasst von V.Münch

 

MUT - Alexa Feser

Mut ist eine Frage deren Antwort schmerzen kann
Mut fängt nach dem Scheitern wieder ganz von vorne an
Mut fährt keinen Panzer, aber manchen ins Wort
Lässt die anderen fort und geht als letzter von Bord
Mut macht keine Pause, wenn es nicht gerade brennt
Ist kein Egoprojekt oder ein flüchtiger Trend

Mut ist, wenn du mit der Angst tanzt
Das was du nicht ganz kannst, trotzdem versuchst
Mut ist, wenn du wieder aufstehst
Pflaster auf die Haut klebst und weiter suchst

Mut ist es zu sagen, dass es für dich Liebe ist
Nicht zu wissen, ob du für den anderen auch schon Liebe bist
Mut sind keine Worte, die auch jeder andere denkt
Kein perfekter Moment, den der Zufall dir schenkt
Mut ist es manchmal nicht mutig zu sein
Und dir einzugestehen du fühlst dich allein

Mut ist, wenn du mit der Angst tanzt
Das was du nicht ganz kannst, trotzdem versuchst
Mut ist, wenn du wieder aufstehst
Pflaster auf die Haut klebst und weiter suchst

Mut ist ein Jahr in einer schwierigen Zeit
Sich zu entscheiden ganz ohne Sicherheit
Auf der Bühne zu stehen
Das Herz zu entkleiden
Das zersplitterte Ich hinter den Worten zu zeigen

Mut geht auf die Barrikaden
Mut lässt sich nicht sagen
„Das schaffst du nicht“
Mut ist mehr als ein Gedanke
Mut ist, wenn die Schranke im Kopf zerbricht.

 

Wer das Lied hören mag, hier ist der Link zu ihrem Video:

https://www.youtube.com/watch?v=pbPsAnlIY-4

 

 

 

 


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